Aspekte für ein erfolgreiches Black Jack-Spiel -

Aspekte für ein erfolgreiches Black Jack-Spiel



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Die meisten Spielbankbesucher haben sicher keinen Spass am Verlieren. Sie hoffen auf positive Ergebnisse, denn sonst würden sie gar nicht erst eine Spielbank betreten. Aber vor allem beim Black Jack gibt es psychologische Gründe, die einen sonst konsequenten Spieler dazu bringen, von der Basis Strategie (oder seiner eigenen Strategie) abzuweichen und den Vorteil der Bank damit zu erhöhen. Vor allem bei drei Konstellationen ist das psychologische Moment präsent, das die Casinos selbstverständlich „gnadenlos“ nutzen. Aber wenn sich der Spieler seiner Fehler bewusst ist, hat er den ersten Schritt in Richtung optimales Spiel getan.

Karten des Spielers zwischen 12 und 16 Punkten

Der häufigste Fehler beim Black Jack wird beim Spiel von Stiffs (Karten des Spielers zwischen 12 und 16 Punkten) gegen eine hohe Karte (7 bis As) der Bank begangen. Warum bleiben Spieler mit 15 Punkten gegen eine 7 der Bank oder mit 16 Punkten gegen eine 8 der Bank stehen, obwohl es nachgewiesener maßen mathematisch günstiger ist, in diesen Situationen zu ziehen? Der Grund ist, dass der Spieler die unmittelbare Erfahrung des Verlierens vermeidet, wenn er nicht zieht. Wenn er keine Karte zieht, kann er sich nicht selbst besiegen; die Bank kann (muss aber nicht) ihn besiegen. Der Spieler vermeidet die direkte Verantwortlichkeit für seinen Fehler.

Diese Erfahrung beschränkt sich nicht nur auf das Black Jack-Spiel. Sie ist Bestandteil der menschlichen Erfahrung, Schmerz hinauszuschieben oder die Verantwortung für unser Leben auf andere zu übertragen. Wir gehen nicht gerne zum Zahnarzt, wir wollen einen Freund nicht enttäuschen, wir führen eine Beziehung fort, weil ihre Beendigung zu schmerzvoll wäre. Der Wunsch, Schmerz zu vermeiden, ist ein weitverbreiteter und teurer Irrtum. Es ist einfacher, andere zu tadeln, eine Opfermentalität zu entwickeln und die Verantwortung für negative Ereignisse von sich zu weisen: Das führt dazu, dass wir Maßnahmen unterlassen, die positive Auswirkungen für uns haben.

Versicherung gegen einen Black Jack der Bank

Ein weiterer Bereich, in dem diese menschlichen Verhaltensweisen deutlich werden, ist beim Black Jack die Versicherung gegen einen Black Jack der Bank. Die meisten Spieler nehmen „even money“, wenn sie einen Black Jack haben und die Bank ein As aufgedeckt hat. Aber sie „versichern sich nie“! Doch „even money“ ist wie versichern!

Die meisten Spieler haben gelernt, dass die Versicherung ein „schlechtes Angebot“ der Bank mit einem hohen Bankvorteil ist. Aber wenn der Spieler einen Black Jack hat und die Bank ein As zeigt, wird er aufgefordert, „even money“ zu nehmen. Die Bank argumentiert, dass das sicheres Geld ist. Die Spielbank spricht damit unsere menschlichen Schwächen an und veranlasst uns, einen Vorteil aufzugeben.

Wie der Psychologe ausführt: Wenn ein Hund glaubt, dass er Futter bekommt, beginn er zu sabbern. Wenn wir wissen, dass wir einen Gewinn erhalten, nehmen wir ihn. „Even money“ ist eine sofortige Belohnung, auch wenn wir nicht den vollen Betrag bekommen. Außerdem ist es aus gesellschaftlicher Sicht arrogant und nicht akzeptabel, einen sicheren Gewinn zurückzuweisen. Das Ziel der meisten Spieler besteht darin, „Geld zu machen“ und „Geld zu nehmen“, wann immer die Möglichkeit dazu besteht, auch wenn der angebotene Betrag geringer ist als ihm zusteht. Die unmittelbare Belohnung veranlasst die meisten Black Jack-Spieler, weniger zu nehmen – und das bedeutet auf lange Sicht mehr verlieren!

As/7 des Spielers und eine 10 der Bank

Eine dritte, für menschliche Schwächen anfällige Konstellation ist dann gegeben, wenn der Spieler As/7 und die Bank eine 10 zeigt.

In der Regel übergeht der Croupier eine derartige Hand, weil er davon ausgeht, dass niemand so „blöd“ sein kann, eine gute Hand durch weiteres Ziehen auf das Spiel zu setzen. Aber nicht nur der Croupier, auch mancher Mitspieler, äußert sein Unverständnis. Wie kann der Spieler nur seine gute Hand mit 18 Punkten durch das Ziehen weiterer Karten ruinieren?

Aber über die mathematische Seite besteht auch hier kein Zweifel. Wer mit 18 Punkten gegen eine 10 der Bank zieht, verbessert seine Chancen um 20%! Diese Spieler wissen, dass es in manchen Situationen richtig ist, ein Risiko einzugehen, um „die Dinge zu verbessern“.

Sie geben sich weder mit der vordergründig guten Hand von 18 Punkten zufrieden, noch fürchten sie eine Verschlechterung ihrer Hand (oder gar das Überkaufen) durch das Ziehen weiterer Karten, weil sie wissen, dass die mittel- und langfristige Wahrscheinlichkeit auf ihrer Seite ist.

Jeder Black Jack-Spieler sollte wissen, dass die strikte Beachtung der Basisstrategie das unerlässliche Fundament für ein erfolgreiches Black Jack-Spiel ist.