Ausgleichsspiel auf Dutzende und Kolonnen im Gleichsatz -

Ausgleichsspiel auf Dutzende und Kolonnen im Gleichsatz



Selbst blutigen Anfängern am Roulettespieltisch wird schnell einleuchten, dass sich eine bestimmte Tagespermanenz niemals in genau gleicher Form an einem Spieltisch wiederholen wird. Ähnlichkeiten und vergleichbare Verläufe findet man bestimmt (schon als logische Konsequenz des Ausgleichsphänomens), aber eine exakte Wiederholung der gleichen Gewinnzahlen ist eigentlich schier unmöglich. Deswegen möchten wir uns heute damit beschäftigen, wie wir diese Tatsache im Rahmen einer Roulettestrategie gewinnbringend nutzen können:

Auf den ersten Blick könnte es sogar naheliegend erscheinen, vor dem Spiel die jeweilige Vortagespermanenz heranzuziehen und auf das exakte Gegenteil zu setzen. Bei einem Spiel auf die einfache Chance Schwarz/Rot würde dies etwa bedeuten, dass, sofern die Vortagespermanenz mit der Folge Rot–Schwarz–Schwarz–Rot beginnt, man nun auf die Folge Schwarz–Rot–Rot–Schwarz setzt.

Achtung, Denkfehler!

Der Denkfehler dieser Idee wird jedoch spätestens auf den zweiten Blick schnell deutlich: Eine derartige Vorgehensweise ist viel zu kurzfristig für klare Voraussagen, da sie lediglich auf der Kausalbeziehung von einem Coup zum nächsten basiert. Weitaus erfolgsversprechender erweist sich demgegenüber die folgende Spielstrategie:

Zunächst ist auf der Grundlage der Vortagespermanenz (oder einer anderen, beliebig ausgewählten Zahlenfolge) eine Sequenz von Satzsignalen abzuleiten, indem man Coup für Coup nach jedem Chancenwechsel die am längsten ausgebliebene Chance ermittelt. Das Ergebnis dieser Sequenzermittlung (Sq) ist schriftlich festzuhalten.

Die folgende Tabelle veranschaulicht die Vorgehensweise am Beispiel der Dutzendchance (D):

 

D

Sq

  

D

Sq

  

D

Sq

  

D

Sq

  

D

Sq

22

2

  

19

2

1

 

21

2

3

 

17

2

  

2

1

2

16

2

  

28

3

1

 

33

3

1

 

25

3

1

 

14

2

3

33

3

1

 

29

3

  

4

1

2

 

6

1

2

 

24

2

1

1

1

2

 

33

3

  

11

1

  

36

3

2

 

3

1

3

34

3

2

 

4

1

2

 

23

2

3

 

31

3

  

18

2

3

Sequenz: 1-2-2-1-1-2-3-1-2-3-1-2-2-2-3-1-3-3

Nach der Ermittlungsphase kann unmittelbar mit dem Spiel begonnen werden, indem man auf das erste Glied der ermittelten Sequenz setzt und dieses gleichzeitig abstreicht.

Nach jedem Gewinncoup verbleibt man mit seinem Einsatz auf der zuletzt gesetzten Chance, während man nach jedem Verlustcoup zum Satz auf das folgende, noch nicht abgestrichene Glied übergeht und dieses abstreicht.

Da das Gewinnziel bei 10 Einheiten festzusetzen ist, ist man mit einem Tischkapital von 20 und einem Gesamtkapital von 60 Einheiten aller Erfahrung nach gut ausgestattet.

Nachstehend soll die Vorgehensweise anhand der authentischen Tagespermanenz der Spielbank Bad Homburg vom 2. Januar 2012 an Tisch 1 verdeutlicht werden. Die erforderliche Satzsignalsequenz wurde auf der Grundlage der Vortagespermanenz desselben Tisches vom 1. Januar 2012 ermittelt.

  

Satz

 

Gewinn/Verlust

 

Saldo

 

Sequenz

26

 

1

 

 

-1

 

1

36

 

3

 

+

 

1

 

3

3

 

3

 

 

+/-0

 

2

27

 

2

 

 

-1

 

2

7

 

2

 

 

-2

 

3

28

 

3

 

+

 

+/-0

 

3

31

 

3

 

+

 

2

 

2

34

 

3

 

+

 

4

 

1

26

 

3

 

+

 

6

 

3

19

 

3

 

 

5

 

3

15

 

3

 

 

4

 

1

6

 

2

 

 

3

 

2

13

 

1

 

 

2

 

2

3

 

3

 

 

1

 

1

35

 

3

 

+

 

3

 

3

18

 

3

 

 

2

 

3

24

 

1

 

 

1

 

1

22

 

2

 

+

 

3

 

2

20

 

2

 

+

 

5

 

3

17

 

2

 

+

 

7

 

3

21

 

2

 

+

 

9

 

2

23

 

2

 

+

 

11

 

2

Für die Kolonnen brachte die gleiche Vorgehensweise folgendes Ergebnis:

+ – – + – – – – – – + + – – + – – + – – – + – – – – + + + + + + + – – + – – + – +

Nach 41 Coups war das Gewinnziel von 10 Einheiten erreicht.

Ein gleichzeitiges Spiel auf Dutzende und Kolonnen erbrachte damit bei 63 gesetzten Stücken einen Gewinn von 21 Einheiten im Gleichsatz, woraus sich ein Gewinnüberschuss von 33,33% errechnet.