Die gravierendsten Fehler beim Black Jack - CasinoClub-Austria

Die gravierendsten Fehler beim Black Jack



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Jeder, der häufig oder weniger häufig Black Jack spielt, weiß in der Regel, dass die Basisstrategie die beste Strategie zur Verteidigung gegen die Bank ist, falls man über keine weiter führende Strategie verfügt, die den Vorteil der Bank völlig aufhebt oder die es gestattet, sogar noch einen kleinen Vorteil für den Anwender zu realisieren.

Aber nicht selten sind beim Black Jack Spieler zu beobachten, die Entscheidungen treffen, die nur allgemeines Kopfschütteln auslösen, weil ihre Entscheidungen den Bankvorteil erhöhen.

Teilen von Zehnen

An erster Stelle dieser Entscheidungen steht das Teilen von Zehnen, das immer wieder zu beobachten und leider auch manchmal erfolgreich ist, was den Spieler noch in seiner irrigen Ansicht bestärkt.

Er behält – wie es nun einmal menschlich ist – den positiven Ausgang solcher Hasardentscheidungen im Gedächtnis, die vielen Verluste verdrängt er jedoch.

Was kostet es nun einen Spieler, der auf Dauer bei jeder Gelegenheit Zehnen teilt? Er wird auf Dauer 8 % und mehr seines Umsatzes bei diesen Konstellationen verlieren! Aber offensichtlich scheint das einige Spieler nicht zu stören. Der Autor dieses Artikels hat schon mehrmals Spieler am Tisch darauf hingewiesen, wie ungünstig es ist, Zehnen zu teilen. Der Hinweis war umsonst, bei nächster Gelegenheit wurden erneut Zehnen geteilt. Die Frage ist das Warum.

Wahrscheinlich liegt die Antwort in der Psyche des Menschen, der um jeden Preis auffallen will oder der vielleicht auch masochistische Neigungen hat, wer weiß.

Ziehen mit 12 – 16 Punkten

Die zweite „unverzeihliche Sünde“ beim Black Jack, die nach dem Teilen von Zehnen die höchsten negativen Auswirkungen auf das Ergebnis des Spielers hat, ist das Ziehen mit 12 – 16 Punkten gegen eine kleine Aufkarte der Bank. Eine Ausnahme bilden hier nur die 2 und die 3 als Aufkarte der Bank, gegen die es günstiger ist, mit 12 Punkten zu ziehen als stehen zu bleiben. Der Spieler, der stets mit einem Stiff (12 – 16 Punkte) gegen eine kleine Karte der Bank zieht, verliert auf Dauer 3,2 % seiner Umsätze bei diesen Konstellationen!

Ähnlich hoch ist auch der Verlust auf Dauer, wenn ein Spieler stets mit 12 – 16 Punkten gegen eine hohe Aufkarte (7, 8, 9, 10, As) der Bank stehen bleibt.

Hier ist es egal, ob er mit 16 Punkten gegen eine Zehn der Bank zieht oder stehenbleibt, die langfristigen Ergebnisse unterscheiden sich kaum. Wer also stets mit einem Stiff gegen ein hohe Aufkarte der Bank stehenbleibt, verliert auf Dauer 3 % seines Umsatzes in diesen Konstellationen!

Stehenbleiben mit einem As

Als nächstes in der Rangliste der schlechtesten Entscheidungen eines Black Jack-Spielers folgt das Stehenbleiben mit einem As und einer kleinen Karte, so z. B. mit As/3.

Hier kann er gefahrlos noch eine Karte ziehen, da man sich nicht überkaufen kann, weil das As als 1 oder als 11 Punkte gezählt werden kann.

Ein Hinweis an einen Spieler, der stets mit einem As und einer kleinen Karte stehenblieb (in diesem speziellen Fall mit As/5), hatte die Antwort zur Folge: „Auch wenn ich eine Zehn ziehe, habe ich nur 16!“ Einmal salopp formuliert: Dazu fällt einem nichts mehr ein!

Wer mit einer derartigen Hand nicht zieht, verliert auf Dauer 2 % seiner Einsätze bei diesen Konstellationen!

Wer generell darauf verzichtet, seinen Einsatz mit 9, 10 oder 11 Punkten zu verdoppeln (natürlich nur gegen entsprechende Aufkarten der Bank), verzichtet auf Dauer auf einen Vorteil von 1,6 % seines Umsatzes bei diesen Konstellationen!

Weitere falsche Entscheidungen

Weitere eindeutig falsche Entscheidungen, die nur Geld kosten und keinen Vorteil bringen, sind:

  1. Niemals Teilen
  2. Versicherung gegen einen Black Jack der Bank
  3. Niemals Ziehen mit As/6 (oder einer vergleichbaren Softhand, die mit 7 oder 17 Punkten gezählt werden kann)
  4. Niemals Ziehen mit As/7 gegen eine 9 und eine Zehn der Bank
  5. Teilen von zwei Fünfen und zwei Vieren (Ausnahme: zwei 4 gegen eine 5 oder 6 der Bank)

Aber der gravierendste Nachteil für den Spieler ergibt sich aus den bereits vorstehend erwähnten folgenden Entscheidungen:

  1. Teilen von Zehnen
  2. Ziehen mit einem Stiff gegen eine kleine Aufkarte der Bank
  3. Stehenbleiben mit einem Stiff gegen eine hohe Aufkarte der Bank
  4. Stehenbleiben mit einem As und einer kleinen Karte
  5. Niemals verdoppeln

Wenn ein Spieler alle aufgezählten Fehler begeht, gewährt er der Bank mehr als 15 % Vorteil! Gegenüber dem normalen Vorteil der Bank beim Black Jack oder dem Bankvorteil bei Roulette oder Baccarat hat ein solcher Spieler niemals eine Chance, mittel- oder langfristig Gewinne zu erzielen. Dieser exorbitante Vorteil von mehr als 15 % kann auch nicht mit der besten Strategie überwunden werden.