Sinnvolle Ergänzung für Blackjack-Strategien -

Sinnvolle Ergänzung für Blackjack-Strategien



Der X-Faktor hat immer nur Bezug auf eine bestimmte Tischsituation und ist ein konstanter Gradmesser dafür, wie gut für den Spieler der Tisch läuft. Mit anderen Worten, ob Ihr Nachbar sich dumm und dämlich verdient oder ein anderer Mitspieler einen Black Jack nach dem anderen bekommt, hat für Sie keinerlei Bedeutung. Entscheidend ist ganz allein Ihre Situation zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Tisch. Denn wen kümmert es, wenn Sie mit den besten Händen immer wieder von dem Croupier besiegt werden? Oder wen interessiert es, wenn der Croupier sich ständig überkauft, Sie daraus aber keinen Vorteil ziehen können, weil Sie sich immer schon vorher überkauft haben?

Der X-Faktor lenkt Ihre Aufmerksamkeit auf die Indikatoren, die Ihr Spiel am meisten beeinflussen. Es wird natürlich einige Zeit dauern, bis Sie den X-Faktor vollständig in Ihr Spiel integrieren können, aber mit wachsender Erfahrung werden Sie auf dieser Basis Ihr Spiel ständig bis zur Perfektion verbessern. Um zu bestimmen, was den X-Faktor ausmacht, müssen Sie sich eine Reihe von Fragen stellen (und auch beantworten).

  1. Wie viele Hände haben Sie in der letzten Runde gewonnen? 0 %, 50 % oder 5 %?
  2. Hatten Sie Gewinnsträhnen und wie lange haben sie gedauert?
  3. Hatten Sie Verluststrähnen und wie lange haben sie angedauert?
  4. Wie oft haben Sie sich überkauft?
  5. Hatten Sie Verluststrähnen und wie lange haben sie angedauert?
  6. Wie oft haben Sie sich überkauft?
  7. Wie häufig haben Sie hervorragende Punktzahlen (19, 20, 21 Punkte) erzielt?
  8. Wie häufig haben Sie mickrige Punktzahlen ( Stiffs = 12 – 16 Punkte) erzielt?
  9. Wie oft haben Sie einen Black Jack bekommen?
  10. Wie ist Ihre Kapitalsituation? Liegen Sie vorne, gibt es keine Veränderung oder sind Sie im Verlust?
  11. Wie lang war die längste Gewinnserie des Croupiers?
  12. Überkauft sich der Croupier (mit kleinen oder hohen Karten)?
  13. Wie oft erhält der Croupier hervorragende Punktzahlen, wenn er eine kleine Karte aufgedeckt hatte?
  14. Wie oft bekommt der Croupier einen Black Jack?
  15. Wie oft deckt der Croupier ein As auf?
  16. Wie oft hat der Croupier starke Aufkarten (9, 10 oder As)?
  17. Wie oft kommen die Karten in Gruppen, also mehrere Karten gleicher gleicher Kategorien hintereinander?

Wie aus diesen Fragen hervorgeht, sind in erster Linie Ihre individuelle momentane Situation und in zweiter Linie die Situation des Croupiers entscheidend.

Anzahl der gewonnenen Hände

Die Anzahl der gewonnenen Hände (absolut und prozentual) ist die wichtigste Größe, die Sie während Ihres Aufenthalts am Black Jack-Tisch registrieren müssen. Auf der Grundlage dieser Zahlen können Sie beurteilen, wie gut ein Tisch für Sie persönlich ist:

  1. An einem guten Tisch sollten Sie 50 % aller Hände oder mehr gewinnen.
  2. An einem durchschnittlichen Tisch werden Sie 40 % aller Hände gewinnen. Sie können die weitere Entwicklung abwarten. Es könnte sich um eine momentane leicht negative Phase handeln.
  3. An einem schlechten Tisch werden Sie 20-30 % aller Hände (oder noch weniger) gewinnen. Das ist ein eindeutiges Warnsignal. Verlassen Sie den Tisch sofort bzw. legen Sie eine Pause ein!

Anzahl der Gewinnserien

Ein weiterer, sehr guter Indikator für die Qualität eines Tisches ist die Anzahl der Gewinnserien, die Sie mitgenommen haben und deren Dauer. Wenn Sie, was Sie unbedingt sollten, Ihre Einsätze im Gewinn anheben, können Sie leicht die Länge von Gewinnsträhnen nachhalten. An manchen Tischen sind Gewinnserien selten, was ein eindeutiges Zeichen für einen neutralen oder gar schwierigen Tisch ist. An derartigen Tischen scheint es, dass nach jeder Einsatzerhöhung der erhöhte Einsatz wegfliegt. An anderen Tischen scheint eine Gewinnsträhne die andere zu jagen und alles zu laufen, wie es im Buch steht.

Ebenfalls ein sehr guter Indikator ist das Registrieren von Verlustserien, also wie viele Hände man hintereinander ohne einen zwischenzeitlichen Gewinn verliert. Zwei oder drei Mal hintereinander zu verlieren, ist noch zu tolerieren. Bei fünf oder sechs Verlusten hintereinander sollten Sie fluchtartig den Tisch verlassen bzw. eine Pause einlegen bzw. – wenn das nicht möglich ist –, nur mit Minimumeinsätzen operieren und auf eine Trendwende hoffen. Warten Sie niemals so lange, bis alle Ihre Jetons weg sind!

Das Überkaufen

Ein weiterer aussagekräftiger Indikator bezieht sich darauf, wie oft Sie sich überkaufen. Das sollte nicht sehr häufig vorkommen. Wenn Sie sich überdurchschnittlich oft überkaufen, heißt das, dass Sie jede Menge Stiffs (Punktzahlen von 12-16 mit den ersten beiden Karten) erhalten, auf die Sie in der Regel noch eine Karte ziehen müssen, wenn Sie Ihre Hand verbessern wollen. Wenn Sie sich in derartigen Situationen ständig oder zu einem hohen Prozentsatz überkaufen, ist die Flucht bzw. eine Pause unerlässlich.

Denken Sie daran, eine vollständige Beherrschung des X-Faktors ergibt sich nur aus der Erfahrung und nicht über Nacht. Beginnen Sie beispielsweise mit den beiden wichtigsten Indikatoren:

Wie viele Hände gewinne bzw. verliere ich und wie lang sind die Gewinn- bzw. Verlustserien. Wenn Sie diese beiden Faktoren in Ihr Spiel integriert haben, gehen Sie zu den beiden nächst wichtigen Faktoren über usw.